Was ist GeoCaching?
Im Jahre 2000 wurde vom Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten das Global Positioning System (GPS) auch für zivile Belange freigegeben. Ein findiger Mensch in den USA hat sich nun über die alte Schnitzeljagd - die sicherlich jeder noch aus der Kindheit kennt - ein paar Gedanken gemacht.
Er hat sich einen GPS-Empfänger genommen, ist mit einer Plastikdose - darin ein Bisschen Grimms Grams und ein Logbuch - losgezogen und hat diese Dose im Wald versteckt.
Die Koordinaten, welche er auf seinem GPS-Empfänger sah, veröffentlichte er im Internet. Nun kamen andere Pioniere und zogen wiederum mit Ihren GPS-Empfängern los, um diesen Schatz - auch Cache genannt - zu finden und sich im Logbuch zu verewigen. So hat alles angefangen. GeoCaching ist also eine moderne Form der Schatzsuche bzw. Schnitzeljagd.
Wie so vieles aus den USA ist auch dieses Hobby in die Welt hinaus getragen worden. Auch auf unseren Kontinent ist es geschwappt. Heute kann man auf der ganzen Welt ca. 850.000 (Stand: 01.07.09) Caches suchen. Der Grundgedanke hat sich dabei kaum verändert.
Es gibt natürlich nicht mehr nur Caches, bei denen man nur die Koordinaten bekommt um diesen zu finden (Traditionals). Man findet Caches auch, indem man von einer Station zu der nächsten wandert und zuerst Daten sammeln muss (Multis). Dann gibt es wiederum Cache, bei denen man zuerst einmal eine komplizierte Rechnerei lösen muss, um überhaupt eine Koordinate zu bekommen (Mysteries). Dem Hobby wird auch lang nicht mehr nur am Tage nachgegangen. Es gibt so genannte Nacht-Caches, bei denen man Reflektoren im Wald nachgeht. Also, es gibt eine Menge zu sehen und zu erkunden. Und wer einmal damit angefangen hat, der kommt eh nicht mehr davon weg...
Was brauche ich dazu?
Eigentlich brauchst Du nicht viel. Auf jeden Fall einen GPS-Empfänger. Dabei ist kein Navigationssystem gemeint, denn mit diesem kannst Du keine Koordinaten eingeben und verfolgen. Die beiden großen Hersteller sind Garmin und Magelan. Schau einfach mal auf den Seiten der Hersteller nach.
Dann solltest Du einen Rucksack mit ein paar Utensilien, welche Du unterwegs gebrauchen kannst füllen. Dazu zählen in erster Linie eine Taschenlampe, besser zwei, einen Kompass, Stift, Zettel, eine Schnur, ein bisschen Werkzeug, ein Magnet sollte auch nicht fehlen. Vergiss aber auf keinen Fall genug Getränke mit zunehmen. Nun kann es los gehen.
Wie geht es los?
Dein erster Weg ist die Seite http://www.geocaching.com/. Dort eröffnest Du kostenlos ein Account, trägst Deine Heimatkoordinate ein und dann kannst Du schon mal im Umkreis um Deinen Wohnort nach Caches suchen lassen. Nimm Dir zum Anfang einen leichten Traditional Cache und versuche Dein Glück. Ich garantiere Dir, wenn Du erst einmal herausgefunden hast wie es funktioniert, es wird Dich bannen und Du wirst Lust auf mehr bekommen. Da ich hier keinen Roman über dieses Hobby schreiben möchte mache ich hier mit meinen Ausführungen Schluss. Wenn Du dennoch ein paar Fragen hast, die Du beantwortet haben möchtest, dann schreibe mir einfach eine E-Mail oder schau doch ganz einfach mal in diversen Foren vorbei. Da gibt es genug verrückte Leute, die Dir gern weiter helfen.